«strasseschweiz» ist die Dachorganisation der Automobil- und Strassenwirtschaft

Emissionen 2020 stark gesunken

Die Netto-Emissionen des Strassenverkehrs sinken seit mehr als 10 Jahren kontinuierlich und natürlich ganz besonders im verkehrsgebremsten Jahr 2020. Das hält «strasseschweiz», die Dachorganisation der Automobil- und Strassenwirtschaft, in einem Communiqué fest.

Veröffentlicht am 02.04.2021

Obwohl der Verkauf von Neufahrzeugen 2020 aufgrund der behördlichen Massnahmen stark eingeschränkt war, wuchs die Motorfahrzeugflotte um 80'841 Einheiten auf 6'241'141 Einheiten. Darunter sind 4,66 Millionen Personenwagen, 53’544 Lastwagen und Sattelschlepper sowie 771’586 Motorräder. Autos mit Hybridmotoren haben 78,9 Prozent mit reinen Elektromotoren 49,7 Prozent zugenommen, dies bei einem Gesamtrückgang der Neuwagenverkäufe von rund 23,7 Prozent. 

 

Netto-Emissionen sinken seit mehr als 10 Jahren kontinuierlich

Zum ersten Mal veröffentlicht «strasseschweiz» die Netto-Emissionen des Strassenverkehrs. Dies sind die tatsächlichen CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Massnahmen, die im Rahmen der gesetzlichen Verpflichtung zur Kompensation der Treibstoffemissionen seit 2015 finanziert wurden. Die Daten für 2019 zeigen, dass seit dem Jahr 2000 die Netto-Emissionen des Strassenverkehrs um 14,3 Prozent und die Netto-Emissionen pro Fahrzeugkilometer um 34,4 Prozent gesunken sind. Laut Olivier Fantino, Geschäftsführer  von «strasseschweiz» «spiegeln diese Zahlen den technologischen Fortschritt und die grossen Anstrengungen sowohl der Automobilindustrie als auch der Treibstoffimporteure wider. Sie zeigen, dass die Netto-Emissionen des Strassenverkehrs nicht nur abnehmen, sondern auch unter Berücksichtigung der Verkehrsleistung stark sinken.» Leider lagen die Zahlen für das vergangene Jahr noch nicht vor, bedauert Fantino: «Nach unseren Schätzungen ist für das Jahr 2020 wahrscheinlich ein weiterer Rückgang von 6 bis 10 Prozent zu erwarten.»

Bei der Luftverschmutzung ist erfreulich, dass die bereits sehr niedrigen Werte im Jahr 2020 weiter gesunken sind. So werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) und Schwebestaub (PM 10) landesweit eingehalten, auch in Städten und entlang von Autobahnen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass der ursächliche Zusammenhang von Feinstaub und Strassenverkehr stark in Frage gestellt werden muss.

 

Am 1. Januar 2021 trat eine Erhöhung der Treibstoffsteuer in Kraft

Die Mineralölsteuer wurde per 1. Januar 2021 um 3,7 Rappen pro Liter erhöht, um die Einnahmeausfälle durch die Steuerbefreiung von Biotreibstoffen zu kompensieren. Auf der finanziellen Ebene bildet der Fonds für Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehr (NAF) das Rückgrat der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung. Seine Reserven sind 2019 um rund 600 Millionen Franken gestiegen, was die Probleme des Bundes bei der Umsetzung der vom Parlament beschlossenen Nationalstrassenprojekte widerspiegelt. Trotz dieser Situation sieht die föderale Finanzplanung für die nächsten Jahre einen Rückgang der Reserven vor, der auf den kombinierten Effekt von geringeren Einnahmen aus der Mineralölsteuer einerseits und erhöhten Ausgaben für Strassenprojekte andererseits zurückzuführen ist. Es ist daher klar, dass die Steuererhöhung im Jahr 2021 die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur nicht längerfristig sicherstellen kann.

Weiter Infos unter: www.strasseschweiz.ch

 

Text: «strasseschweiz» und Stefan Fritschi
Foto: Astra

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