Neuheit

«Chrysler muss sich neu erfinden»

Auf der NAIAS in Detroit gibt es noch ein letztes Sondermodell des Chrysler 300C zu sehen. Stellantis-Chef Carlos Tavarez wählt deutliche Worte.

Veröffentlicht am 14.09.2022

Dass die NAIAS in Detroit einen doch bedeutenden Stellenwert für die (amerikanische) Auto-Industrie hat, zeigt nicht der Besuch des amerikanischen Präsidenten Joe Biden auf der Messe. Auch Carlos Tavarez, CEO von Stellantis, ist in Detroit. Mit deutlich weniger Personenschutz als Biden, also: keinem.

Das Szenario ist sehr interessant. Stellantis hat wohl am meisten Ausstellungsfläche gebucht auf der NAIAS. Und etwa zwei Drittel davon werden von Jeep vereinnahmt. Es gibt einen müden Alfa, ein paar Dodge, diverse RAM - und einen einzigen Chrysler. Am Vorabend der Messe war von diesem noch ein letztes Sondermodell des 300C vorgestellt worden, 6,4-Liter-Hemi, 485 PS, 20-Zöller, Sperr-Differential. So aufgerüstet will der Chrysler in 4,3 Sekunden von 0 auf 60 Meilen rennen.

Noch genau 2000 Exemplare des 2023er-300C will Chrysler bauen. Es wird sie nur in Rot, Weiss und Schwarz geben, das Vergnügen wird 55’000 Dollar kosten. Tavarez steht gleich daneben, umgeben von einer Horde Journalisten, und wählt deutliche Worte: «Chrysler muss sich neu erfinden», sagt er, «wir müssen eine neue Rolle für diese interessante Marke finden». Das erstaunt nicht weiter: der einst drittgrösste amerikanische Hersteller hat im zweiten Quartal 2022 noch 189 Fahrzeuge verkauft. Nein, das ist kein Schreibfehler: 189. Im vergangenen (schon miserablen) Jahr waren es in Q2 immerhin noch fast 37’000 gewesen.

Da sind die 2000 Stück des 300C auf jeden Fall so etwas wie ein Aufschwung.

Mehr Neuheiten der NAIAS finden sich: hier. Text: ai-online-Team, Photos: Chrysler.

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